
Zwischen Bergen, wunderschöner Landschaft und großen Industrieunternehmen sitzt in einem unscheinbaren Haus eine weltbekannte Adresse der Jazzmusik: das MPS-Studio (kurz für Musikproduktion Schwarzwald). Mehr als 1000 Aufnahmen sind seit den 1960er Jahren in der Richthofstraße 1/1 in Villingen entstanden und erhalten bis heute den Charme der Jazzkultur am Leben.
SABA – Schwäbische Radios erobern den Markt
Die erfolgreiche Unternehmensgeschichte der Familie Schwer geht zurück in die Anfänge des 19. Jahrhunderts als einstige Uhrenfabrik. Durch den hart umkämpften Markt in der Uhrenproduktion, weitete die inzwischen in „Schwarzwälder Apparate Bau Anstalt“ (SABA) umbenannte Firma ihr Repertoire aus. 1927 begann SABA Radiogeräte herzustellen. Während des Zweiten Weltkrieges mussten viele Unternehmen ihre Produktionen zu Rüstungsgüter umstellen, so auch SABA. Erst 1947 nimmt das Unternehmen die Produktion von Radiogeräten langsam wieder auf. Hans-Georg Brunner-Schwer übernahm Anfang der 1960er Jahre unter anderem mit seinem Bruder Hermann Brunner-Schwer das Unternehmen und wird technischer Geschäftsführer. Mit dem Generationswechsel der Firma, kann sie sich wirtschaftlich erholen und erfährt mit der Produktion von Fernseher, mobilen Radios und Tonbandgeräten einen Boom.
Die ersten Aufnahmen
Als Hans-Georg Brunner-Schwer (kurz: HGBS) 1944 im nächtlichen Warndienst Flieger abhörte, kam er das erste Mal mit Jazz in Berührung. Den amerikanischen Piloten wurde über Funk Jazzmusik gespielt, so konnte HGBS mit technischen Geräten von SABA Glenn Miller „In The Mood“, „Moonlight Serenade” oder “Sentimental Journey“ hören, was sein restliches Leben prägen sollte.
In den 1950er Jahren kaufte HGBS sein erstes Aufnahmeequipment und richtete sich in seiner Villa ein kleines Studio ein und experimentierte mit der Technik. Gemeinsam mit Tonmeister Rolf Donner richtete er in der Richthofstraße in Villingen in einem eigenen Gebäude ein Tonstudio ein und veröffentlichte unter dem SABA-Label Schallplatten. Schnell entwickelten sie eine herausragende Aufnahmequalität, die sich herumspricht, wodurch das Label zu einer der Adressen für Jazzmusik wird. In einer Wohnzimmer-Session mit dem kanadischen Jazzstar Oscar Peterson, den HGBS nach einem Konzert in Zürich nach Villingen holte, entstanden 1961 erste Aufnahmen. Peterson war begeistert von der Qualität seiner Musik: Zitat Oscar Peterson: „So habe ich mich noch nie gehört“. Nachdem Peterson aus seinem einstigen Label austrat, war er ein häufiger Gast im Schwarzwald.

Von Saba zu MPS
1968 verkaufte Hermann Brunner Schwer SABA an die Firma General Telephone & Electronics, die kein Interesse an der Musikproduktion hatten. Aus einem Hobby und Nebengeschäft wurde ernst: Das MPS-Label war geboren und damit die Professionalisierung vollendet. Zu Hoch-Zeiten beschäftigte MPS über 100 Mitarbeitende. Neben HGBS gab es weitere Produzenten die MPS zu ihrem Status brachten. Joachim-Ernst Berendt war mit der Produktion der Serie „Jazz meets the World“ einer der Wegbereiter der sogenannten ‚Weltmusik‘ in Deutschland. Außerdem frischte er mit seinem Stil die Jazzmusik auf. Musiker*innen der Avantgarde folgten ihm zu MPS. Vor allem internationale Musiker*innen zog die künstlerische Freiheit nach Deutschland, die in den großen Labels oft nicht gegeben war. In den 70er Jahren hatte es der Jazz durch die aufkommende Pop- und Rockmusik zunehmend schwer. Nach häufigem Wechsel der Vertriebspartner, verkaufte HGBS 1983 das Label an den PolyGram-Konzern. 2014 kaufte das Hamburger Medienunternehmen Edel den MPS-Katalog und stellt einige Aufnahmen digital zur Verfügung.
Die analoge Studiotechnik
Über die Jahre wurde die Technik des Studios immer weiter ausgebaut und war mit Geräten von Siemens, Telefunken oder Ampex stets auf dem neuesten Stand. Das Mischpult wurde selbst gebaut und über die Jahre immer weiter ausgebaut. Mit ursprünglich 16 Tonspuren, wurde er auf 24 erweitert.



MPS Heute
Betritt man heute die Haustür der Richthofstraße 1/1, fühlt es sich an wie eine Zeitreise in die 60er Jahre. Bereits im Treppenhaus in den ersten Stock begegnet man zahlreichen Fotografien und Auszeichnungen von Aufnahmen, berühmten Musiker*innen und natürlich HGBS. Die Einrichtung des Aufnahmeraums und des Loungebereiches ist fast unberührt. Der Flair der damaligen Zeit verstärkt sich durch die alten stehenden Aschenbecher, dessen Geruch von Zigarren heute noch in den Räumen hängt. Um die Räume des Studios kümmert sich inzwischen der 2022 gegründete Verein MPS-Studio e.V., dessen ehrenamtliches Team die nostalgischen und historischen Momente in Erinnerung halten.
Mitgründer des Vereins Töni Schifer, betont die Wichtigkeit des Erhalts um die analoge Technik: „Du machst jetzt auch keinen Lokomotiv-Verein und stellst einen ICE hin“.
Mithilfe eines Technikteams sollen alle stehenden analogen Geräte wieder funktionieren, vor allem das damals selbstgebaute Mischpult. Durch alte Inventurlisten wollen sie die baugleichen Teile finden und in den Geräten ersetzen. Damit wollen sie so nah wie möglich wieder zudem zurück, wie es früher war. Den Reparaturen stehen aber auch Herausforderungen entgegen. Zwar werden frühere Geräteteile noch produziert, allerdings nicht mehr in der früheren Qualität. Außerdem stehen sie vor musealen Aufgaben der Aufbewahrung und dessen Aufarbeitung. Schallplatten- und Papierarchiv.
Töni Schifer ist der Meinung: Analog war nie ganz weg. Er selbst ist als Coverdesigner und Musikverleger in der analogen Welt groß geworden. Ihm ist es wichtig für das Musik- und Technikverständnis zu wissen, wo der Ursprung der heutigen Technologie sitzt. Er beobachtet weltweit in den letzten Jahren eine neue Aufmerksamkeit auf die analoge Technik. Aktuell bekommt der Verein immer wieder Anfragen von Musiker*innen, vor allem aus der Avantgarde, die eben speziell mit dieser analogen Technik produzieren möchten. Auch die Wissensvermittlung zur Technik ist dem Verein wichtig, bieten interessierten Tontechnikern, Workshops an und arbeiten mit der Musikhochschule Trossingen zusammen. Ein wichtiges Projekt des Vereins sind außerdem Workshops für Kinder, um diesen eine gute Zeit bieten zu können.
„Wir sehen uns nicht nur als Abstauber eines musealen Raums, sondern wollen die ganze Geschichte fortführen und dazu gehört auch die Vermittlung“
Da die Reparaturen alter Geräte sehr teuer sind, sowie die Aufbereitung der Archive, ist der Verein für jede finanzielle Unterstützung dankbar. Finanziert wird der Verein vor allem durch die Mitgliedschaften und Spenden. Mitglieder des Vereins bekommen dafür Vergünstigungen bei Konzerten und Veranstaltungen.
Das volle Interview

Frage: Was ist die Arbeit des Vereins und wie wichtig ist für euch der erhalt der analogen Technik?
Antwort Töni Schifer:
Das hab ich vorher schon mal hier und dort ’n bisschen anklingen lassen. Als wir den Verein gegründet haben, da gibt es natürlich auch immer wieder Leute aus der Technik, die sagen, Mensch, digital ist doch einfach viel einfacher. Wieso machen wir nicht mehr, sag ich, O.K., du machst jetzt auch nicht ’n, sag ich mal, ein Lokomotivenverein und stellst dann ein ein ICE hin am Ende. Ja, also unser Ziel ist natürlich, die Analogtechnik soll funktionieren. Es gibt auch das Technikteam, da ist zum Beispiel auch ein Schweizer Ingenieur dabei, der eigentlich eher so aus der Autoindustrie kommt. Da geht es um Abstandhalter, zum Beispiel so automatische Abstandshaltung zwischen den Wegen. Der hat aber selbst großes Interesse analog, weil er eben als Kiddy auch schon seine eigenen Lautsprecher gebaut hat und so weiter. Als wir dann zum Beispiel hier Treffen hatten mit dem mit dem Denkmalamt, wie gesagt, da geht es dann genau ins Detail, wie wird so ’n Mischpult zum Beispiel repariert, ja, da können wir jetzt natürlich sagen, OK, der Verbau ist jetzt irgendwie die neuesten Teile drin. Das ist natürlich nicht unser Ziel. Sondern wir versuchen natürlich, das ist zwar schwierig, weil dieser Mischpult ist ein Eigenbau, wie gesagt, der sich auch weiterentwickelt hat. Es waren am Anfang auch nicht gleich 24 Spuren, sondern zu Anfang noch 16 Spuren.
Das heißt, der ist sukzessive erweitert worden, dieser Mischpult. Und wenn dann, wenn man dann teilweise in diese Sistralkassetten, da hinten seht ihr auch welche, wenn man da reinschaut, dann sieht man natürlich schon, das war immer Work and Progress. Ja, da hast du nicht im in jedem in jeder Kassette die gleichen Teile verbaut. Das macht es natürlich schwierig, zumal es auch keine Baupläne gibt, ja nur Stückwerk. Das heißt, es ist tatsächlich ein bisschen so ’ne Fahrt auf Sicht, wie wie kann man das am besten soweit lösen. Aber ganz klar ist die Philosophie, wir wollen so nah wie möglich an das rankommen, was mal war.
Ja, auch wenn die Technik sich natürlich geändert hat oder die Teile, die man da heutzutage findet, die aber teilweise immer noch gebaut werden, nicht unbedingt die gleiche Qualität haben. Also was man da so hört, was teilweise eben auch aus dem asiatischen Raum kommt, da kann es eben sein, dass von 10 4 nicht funktionieren.
Dann ist es auch die Frage der Aufbewahrung, wenn du auch Ersatzteile haben möchtest, die sollten eigentlich kühl aufbewahrt werden. Ja, das ist für uns, sag ich mal, museal gesehen auch ’ne Herausforderung. Deswegen bekommen wir jetzt auch noch ’n zusätzlichen Raum.
Deshalb beziehen wir jetzt gerade so, wir sind bisschen im Technikraum, drüben ist noch Tonband und Schallplattenarchiv. Papierarchiv ist da neben dran, aber ganz klar ist unser Ziel, dass ja alles, was analog steht, wieder funktioniert.
Und unser Ziel ist auch das, was wir wissen, was irgendwann mal weggekommen ist. Es gibt alte Inventurlisten et cetera, versuchen wir natürlich auch wieder. Deswegen brauchen wir auch Geld, einfach ja. Jetzt zum Beispiel für diesen Mischpult brauchst du eben auch teilweise Verstärker et cetera Geschichten, dass dass wir dann auch, wenn möglich, sogar die baugleichen Teile wieder hierher bekommen.
Ja, das ist auch, ist viel Arbeit. Also, ich könnte eigentlich den Job, obwohl Ehrenamt, echt full time machen, kein Problem, ja. Und dann ist es aber auch so, dass wir zu eurer Frage war analog mal irgendwie ganz weg, ich würd mal sagen, wahrscheinlich nie ganz.
Also ich selbst kenn es, ich hab über viele Jahre selbst Plattenlabel gemacht, war ich auch sehr erfolgreich weltweit. Ich hab zum Beispiel in 90er Jahren, bevor die DAC Kassetten gekommen sind, hast du teilweise auch noch wirklich Schnürsenkel ins ins Presswerk geschickt. Ja, und oder wie ich hab selbst mit der Band 94 sogar noch analog in der Nähe von Hannover aufgenommen, mit einer genau dasselbe, mit der 24 Spur Ampex.
Wenn du das mal erlebt hast, mit so 2 Zollbändern aufzunehmen, dann wolltest willst du das einfach auch nicht missen, weil es echt ’ne Macht ist irgendwo. Und das Problem ist aber zum Beispiel bei der Ampex Maschine, das ist ja ’n amerikanisches Fabrikat da kriegst du ja so gut wie keine Bauteile. Also wir haben auch wieder von diesem Schleicher, der uns mal diese eine Sicherung für 400,00€ ausgewechselt hat, ein Angebot. Der will dann 20000,00€, Da kriegst du also ’ne generalüberholte her, was aber für uns keinen Sinn macht, weil das gerät schon unter Denkmalschutz und was machen wir damit? Wir kriegen jetzt wahrscheinlich ’ne 16 Spur Telefunken geschenkt von einem amerikanischen Musiker, der in Konstanz lebt.
Der will dafür ’n paar Tage hier aufnehmen, das machen wir auch. Telefon kann man relativ problemlos auch. im Mannheimer Raum wirklich von, in Anführungszeichen, kleines Geld. Da kannst du für 3 4000 so ’ne 16 Spur überholen lassen. Da haben wir zumindest auch mal Equipment da, wenn da der Mischpult in in Gänze funktioniert.
Da gehen jetzt auch Kanäle, aber eben nicht alle 24 oder es knackt mal, das kennt ihr ja wahrscheinlich alles, sodass wir das wieder anbieten können, weil es letztendlich schon auch immer wieder Leute gibt, die wollen analog aufnehmen, vor allem so aus aus dem Avantgarde Bereich. Da gibt es eine Tron Band Sanno, ich weiß nicht, ob ihr die kennt, die mit ganz tief gestimmten Gitarren wirklich so Wall of Sounds machen. Die sind auch weltweit unterwegs damit und dieser Steven O’Malley, der will zum Beispiel unbedingt hier analog aufnehmen, der wartet jetzt eben auch schon ’ne Weile und deswegen forcier ich das auch.
Aber wie gesagt, wenn alles ehrenamtlich läuft, dann musst du einfach gucken, wie kriegst du das wie kriegst du das alles unter ein Dach.
Ne, aber klar, wie gesagt, wir sagen auch nicht digital ist schlecht, aber es ist wichtig, deswegen sehen wir uns hier zukünftig auch als Schnittstelle für Leute, die das interessiert, analog aufzunehmen, als auch Tontechniker und Tontechnikerinnen, die da vielleicht nicht die Möglichkeit haben, dass die hier dann bei Workshops mit dabei sind.
Also in in dem Zuge arbeiten wir auch mit der Musikhochschule Trossingen zusammen, jetzt schon in für bestimmte Bereiche und perspektivisch zum Beispiel ist auch die ZHDK in Zürich angedacht.Ja, da wir sehen uns hier, wie gesagt, nicht nur als Abstauber eines musealen Raumes, sondern wir wollen eigentlich diese ganze Geschichte fortführen und dazu gehört auch Vermittlung.
Und dazu gehört auch die Vermittlung, wie nimmt man analog auf. Wir haben zum Beispiel einen Tontechniker hier, weil er eben überwiegend digital angefragt ist, was natürlich auch sehr viel kostengünstiger ist für so ein 2 Zoll Tonband, wo 20 Minuten auf der schnellsten Version drauf passen. Zahlst du 400 Euro und dieser Peter Edwin, der bei uns nicht nur die Tontechnik macht, wenn wir Konzerte haben, hat er auch P.A. da, macht die Aufnahme et cetera, der kennt zum Beispiel Analogaufnahmen nicht.
Und der freut sich natürlich schon, wenn man dann hier auch sagen können, klar, analog. Jetzt haben wir ’n guten Mandat, den Ray Banzani holen wir da dazu.
Und was ich immer wieder mitkriege, auch von diesem schwarzen Elektroingenieur, der auch, sag ich mal, bei Studenten schaut, was da so geht im digitalen Bereich, der sagt, kaum einer weiß eigentlich noch, wie analog funktioniert.
Und deswegen ist da eine Vermittlung gut, weil ich denke, es ist auch wichtig zu wissen, wo, wo sind die Wurzeln des Ganzen und da kann man sich auch manches herleiten. Ja, also so wie bei mir zum Beispiel, ich hab irgendwann mal in Richtung Kunst studiert, für mich war klar, ich will Richtung Grafikdesign gehen. Da hab ich irgendwann mal, bevor ich ins Studium gegangen bin, ’ne Ausbildung gemacht, Druck und Reprofotografie. Und von daher weiß ich, wenn ich mit Photoshop arbeite, was die Kanäle bedeuten, ja, und was früher die Druckvorstufe war, bevor es PDFs gab, et cetera. Das heißt, es hängt ja auch alles zusammen und manche Dinge, die man gar nicht mehr hinterfragt, kommen eben auch aus der Analogtechnik. Ja, und ich glaub schon, dass es gut ist, wenn da ein breiteres Wissen dazu da ist und und das nicht vergessen wird.
Und ich glaub aber auch, um noch mal auf die Frage zurückzukommen, dass dass diese analoge Technik definitiv schon weltweit wieder ’ne ganz andere Aufmerksamkeit bekommt. Das weiß man daher, dass zum Beispiel in den 90er Jahren viele technische Geräte wurden wirklich entweder rausgeschmissen, sogar wir müssen nicht wissen, was da vernichtet worden ist, auch an Werten. Wenn man heute weiß, was da für Preise aufgerufen werden, also auch Teile, die im Mischpult verbaut werden, das ist irre.
Ja, und deswegen müssen wir hier aber auch aufpassen, weil es gibt Trophäenjäger, das ist leider so, wo ich mir denk, meine Güte, ihr könnt es auch nicht mit dem Himmel nehmen, mein Exitus ist und dann ist es weg und dann ist es auch für die Leute nicht mehr da, die einfach sehen wollen, was hier mal war. Von daher achten wir da sehr drauf, ja.
Frage: Genau, spannend. Ja, und ist dann die Resonanz auch hoch? Also gibt es viele Anfragen für Aufnahmen?
Antwort Töni Schifer:
Ja, wie gesagt, dieses Jahr hatten wir wesentlich weniger, aber ich denk, das hängt wirklich einfach aufgrund der Tatzeit zusammen, dass die Leute verunsichert sind. Ja, du zahlst ja trotzdem auch ’n bisschen Geld. Wir machen Unterschiede hier bei den Aufnahmen. Jetzt zum Beispiel, wir hatten vor kurzem hatten wir ein Schulorchester aus Balingen, da. Ja, und der Typ, der sich da drum kümmert, der Orchesterleiter, der war hier mal mit einer Band bei einer Aufnahme und der hat da auch gefragt und er sagt: ‚Hey, lass uns das machen, wir verlangen keine Studiomiete dafür. Klar, einen Tontechniker müssen wir irgendwie finanziert bekommen.‘ Das haben die dann auch über eine Förderung geschafft, dass Peter eben, der hat auch eine kleine Familie zu ernähren, dass dass der da zumindest einen kleinen Tagessatz bekommt und dann ist es durchgezogen worden und Ich sag mal, weißt du, wieso macht man sowas? Ich find es einfach cool, wenn du hier siehst, das sind dann Kids zwischen 12 und 17, die hier aufnehmen und echt ’ne gute Zeit haben und mal in einem richtigen Studio sind und die Möglichkeit haben zu sehen, wie funktioniert so ’ne Aufnahme. Ja, und auf was kommt es drauf an. Das ist uns sehr wichtig. Wir wollen hier perspektivisch, aber da braucht man echt einfach auch noch mehr Unterstützung. Auch gucken, dass Workshops sind zum Beispiel Cajon Workshops. Und da möchte ich dann einfach auch, dass es an Kids geht, die zu Hause gar keine gute Zeit haben. Ja, und solche Kooperationen und Projekte sind uns eben auch wichtig.
