Willkommen!
Bei »Analog Tendencies«, einer digitalen Dokumentation über analoge Musikpraktiken im digitalen Zeitalter.
An einem warmen Tag über den Flohmarkt schlendern und nach einer neuen Schallplatte suchen: der ideale Tag vieler Musikliebhabenden. Ob im eigenen Wohnzimmer oder im Club, analoge Musikformate erleben ein Comeback. Sie stehen stellvertretend für bewusstes Hören, Materialität und Erinnerungen an vergangene Zeiten. Warum greifen so viele Menschen wieder (oder immer noch) zu Schallplatten und Kassetten? Wir gehen der Frage nach, wie Praktizierende darüber denken, welche Ansichten sie vertreten und ob eine Gegenbewegung entsteht.
»Analog Tendencies – Analoge Musikpraktiken im digitalen Zeitalter« lädt ein, die analoge Musikwelt neu zu entdecken und Stimmen aus der Szene zu hören. Wir zeigen, wie Akteurinnen aus Musikindustrie, Nutzerinnen und Künstler*innen analoge Formate nutzen und wie es heute um die analoge Musikpraxis steht und warum Materialität heute immer wichtiger wird. Ist es ein bloßer Trend, Widerstand oder verspüren auch jüngere Generationen Nostalgie, wenn sie ihren Lieblingsrapper auf Vinyl hören? Als „Digital Natives“ leben wir große Teile unseres Lebens in der digitalen Welt. Und doch erinnern sich viele an Kinderkassetten, die neben den ersten CDs standen. Genau diese Brüche machen analoge Medien heute so spannend.
Diese Ausstellung entstand im Zuge eines Masterprojekts der Medienwissenschaft Tübingen.
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Kapitel 1 Historische Entwicklung
Ein kurzer Abriss nach Jahrzehnten über die Geschichte analoger Technik und Musik. Wir erkunden die 60er und den Hype der Schallplatte, die 80er im Bann der Kassette und zum Schluss die Übergänge ins Digitale.

Kapitel 2
Wie wird analoge Musik heute praktiziert?
Dieses Kapitel legt den Fokus auf den Alltag von analoger Musik. Hier stehen Berichte aus der Musikindustrie, Storys von enthusiastischen Privatpersonen und Künstler:innen im Rampenlicht. Sie erzählen von ihren eigenen Musik-Gewohnheiten und wie sie selber Musik machen.
Kapitel 3 Nostalgie und Widerstand
In Kapitel drei verorten wir die Erkenntnisse aus dem zweiten Kapitel in einen wissenschaftlichen Kontext. Ist es Nostalgie, Widerstand oder einfach nur eine Laune, die Menschen zum analogen Musizieren bringt und warum ist dieses heute noch so relevant? Wir versuchen uns der Beantwortung dieser Frage über kultur- und medienwissenschaftliche Zugänge anzunähern.
Kapitel 4 Zukunft analoger Musik: Ein Ausblick
In den vorangegangenen Bereichen wurden Meinungen und Praktiken herausgearbeitet. Wie soll es jetzt aber weitergehen? Gibt es Anhaltspunkte an denen man die Zukunft analoger Technik und Praktiken ablesen kann und wie wird das durch aktuelle technische Entwicklungen beeinflusst? All das kommt in Kapitel 4 zusammen und bildet ein Stimmungsbild für die Zukunft.

Netzwerke, Links & Magazine
Eine aktuelle Liste mit Verweisen auf wichtige Akteure im Bereich der (analogen) Musik. Vereine, Kollektive und Magazine, wir haben von allem etwas. Die eine oder andere Veranstaltung ist auch dabei – schaut doch mal rein.

Hall of Fame: Plattenspieler
Von Experten ausgesuchte sehr gute, innovative und ästhetisch ansprechende Plattenspieler, die sich unter Vinyl-Liebhabern etabliert haben.
Diese Website kann linear über die vier Kapitel gelesen werden. Gleichzeitig funktionieren die Beiträge als einzelne Ausstellungsstationen. Die Interviews bilden den empirischen Kern des Projekts, während die historischen und theoretischen Kapitel die Beobachtungen einordnen.
Über uns

Wir sind Antonia und Linda und flüchten uns von der digitalen gerne mal in die analoge Welt. Sie bedeutet für uns Ruhe, Nostalgie und Abstand von den automatisierten Techniken des Alltags. In unserer Abschlussarbeit wollen wir unsere Leidenschaft für analoge Musik hinterfragen, erörtern und uns der Frage nach dem Hype der jungen Generation für Vinyl und co stellen.






